Kalingeling – Verdienstkonzepte im Netz

Kalingeling-Schulterblick: 07.09 und 08.09.2010

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Themen zu lesen gab es gestern und heute die hier:

  • Das US-Magazin “the Atlantic” veröffentlicht jetzt auch auf dem iPad. Im Abo. Natürlich.
  • Rupert Murdochs Paywalls wirken offensichtlich verheerender als gedacht.
  • Paywalls aus Journalistensicht.
  • Auch die Macworld bietet nun Premiumabos an.
  • a2n: Die Musikindustrie, stur wie ein Panzer?
  • iTunes-Downloads: Bald mehr Apps als Songs.

Die Verleger des Magazins the Atlantic steigen in den App-Markt ein. Einzelne Ausgaben sollen zukünftig für 4,99 USD erhältlich sein, über ein Atlantic-Premium-Abo können Interessierte einen Monat lang täglich eine Auswahl aller digitalen Atlantic-Inhalte lesen. Dieses App-Konzept soll eingebunden werden in ein umfassendes Online-Vermarktungs- und Abokonzept. Sicherlich ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess, aber wohl auch nachhaltiger als Paywalls.

Wo ich gerade davon rede: Nachdem Rupert Murdoch seinen Nachrichtenportalen The Times und The Sunday Times eine Paywall verordnet hat, zeigt sich mit jedem neuen Tag, dass diese Entscheidung verheerend auf Kunden, Journalisten und Werbepartner wirkt. Nicht genug, dass kaum ein Leser ein Abo abschließt, auch Reporter und Journalisten werden von PR-Abteilungen kürzer gehalten, da diese Informationen hinter einer Paywall wirkungslos verpuffen würden. Die Werbebranche schlägt in dieselbe Kerbe. Wäre ich Murdoch, würde ich die Paywalls einreißen und über die Erfahrungen eine mehrteilige Serie bringen. Ersatzweise könnte man die Story als Daily-Soap an irgendeinen Brötchensender verticken.

Zur Paywalldebatte hat Mary Hamilton einen längeren Artikel aus Journalistensicht verfasst. Der Schlussfolgerung, mehr auf Micropayment-Lösungen zu setzen, kann ich mich zwar nicht anschließen, doch erkenne ich auch eine angenehm fortschrittliche Haltung zu allen anderen alternativen Bezahlmodellen.

Die Macworld bietet ein Onlineabo für Premiuminhalte an. Für 20 bzw. 40 USD pro Jahr erhält der geneigte Abonnent Zugriff auf alle Archive bis Januar 2007, eine personalisierte, werbefreie Oberfläche und ein spezielles Abonnentenforum.

Auf Netzpolitik.org findet sich eine Zusammenfassung des a2n-Vortrages Analyse zur Strukturkrise der Musikwirtschaft: Wohin bewegt sich das Netz? Der Vergleich mit den Verkehrstoten hinkt übrigens gewaltig und zeigt, wes Geistes Kind die Herren sind: Pro Tag starben 2009 in Deutschland immerhin noch etwa 11 Menschen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Und das nimmt nicht unbedingt ab, weil mehr reguliert wird, sondern weil die Autohersteller sich dem Stand der Technik anpassen… ähem.

Die finnische Entwickler- und Analysefirma Asymco hat die iTunes-Downloads beobachtet und stellt nun fest, dass bis Ende dieses Jahres die Apps der Musik beim Download den Rang ablaufen werden. Bereits nach zwei Jahren haben die Apps die Anzahl Downloads erreicht, für die die Songs noch fünf Jahre benötigten.

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Written by Michael

8. September 2010 um 21:07

Veröffentlicht in Rückschau

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